Ibrahim Manneh war 24 Jahre jung, wurde in der Elfenbeinküste geboren, wuchs in Gambia auf und lebte seit Jahren in Napoli in einem Asylzentrum (CAS, centro d'accoglienza straordinaria). Ibrahim ist in der Nacht vom 9. und 10. Juli aufgrund des alltäglichen Rassismus und des schlecht funktionierenden Gesundheitswesens gestorben. Seine Freunde, seine Familie und seine Weggefährten wissen immer noch nicht, wie es möglich war, dass Ibrahim mit einer solchen Gleichgültigkeit aller betroffenen Personen und Institutionen sterben konnte. Es war also nicht der Zufall, den Ibrahim getöten hat: Die Erzählung der letzten 24 Stunden seines Lebens ist exemplarisch für den Zustand dieses Landes, für das Hass- und Hetzklima, in das sie uns zwingen wollen, für das ungerechte und gnadenlose System, in dem die fundamentalsten Rechte verweigert werden.

Wir lancieren diesen Appell, um eine klare Nachricht zu übermitteln: Wir können nicht so tun, als ob nichts passiert wäre. Wir sind es allen schuldig, die Wahrheit über die letzten Stunden im Leben von Ibrahim zu erfahren und dadurch zumindest ein wenig Gerechtigkeit herzustellen, so dass sich solch tragische Geschichten nicht wiederholen werden.

Ibrahim ist mit unsagbarem Leid von uns gegangen. Sein Leidensweg hat am Morgen des 9. Juli begonnen, als er starke Bauchschmerzen bekam und darum das Krankenhaus Loreto Mare in Napoli aufsuchte. Hier wurde er, nachdem ihm eine Spritze verabreicht wurde, jedoch ohne einer gründlichen Kontrolle unterzogen zu werden, gleich wieder nach Hause geschickt. Die Situation von Ibrahim verschlechtere sich danach massiv und er wurde nur noch mit weiteren Hürden konfrontiert: mit der feindseligen Haltung eines Taxifahrers, der sich weigerte, ihn wieder ins Krankenhaus zu fahren, weil Ibrahim schwarz war – um ihn mit dem Taxi transportieren zu können, bräuchte es eine „Erlaubnis der Polizei“; mit dem endlosen Warten auf die Ambulanz und auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die nie zu Hilfe kamen, weil sie grundsätzlich nicht wegen „solchen Bagatellen wie Bauchschmerzen“ in ein Asylzentrum fahren; mit der Gleichgültigkeit der Polizei, welche die Hilferufe der Freunde von Ibrahim ignorierte und einfach weiterfuhr. Ibrahim wurde schlussendlich von seinen Freunden zum ärztlichen Bereitschaftsdienst getragen. Dort musste er in seinem kritischen Zustand noch einmal unendlich lange warte, bis er endlich ärztlichen Untersuchungen unterzogen wurde. Der Bruder von Ibrahim und seine Freunde mussten 10 Stunden gedulden, bis ihnen die Ärzte Informationen zum Zustand von Ibrahim lieferten: Ibrahim war in der Zwischenzeit aber gestorben!

Das Recht auf Gesundheit wird in Italien immer öfter und einer immer weiter reichenden Gruppe von Menschen verweigert, denjenigen Menschen nämlich, die immer ärmer werden und sich die nötige Kur nicht leisten können. Ibrahim ist zweifelsohne ein Opfer der Missstände im Gesundheitswesen, aber auch und vor allem des sich immer weiter verbreitenden Alltagsrassismus innerhalb der staatlichen Bürokratie und der öffentlichen Ämtern. Weil er schwarz und arm war, musste Ibrahim sterben. Und auch als Toter ist Ibrahim ein Opfer der Ungerechtigkeit, weil die staatlichen Institutionen alles unternehmen, um die tatsächlichen Geschehnisse zu vertuschen.
Ibrahim hatte keine Freunde in den oberen Rängen der Gesellschaft, seine Geschichte löst kaum Empörung aus. Im Gegenteil, es wird alles unternommen, damit die tatsächlichen Verantwortlichen für seinen Tod nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Es wird schwierig, aber wir müssen es versuchen; wir schulden es nicht nur Ibrahim und seinen Liebsten, sondern auch uns: Wir müssen den Anspruch haben, dass so etwas nie wieder geschieht. Um dies umzusetzen, brauchen wir die Hilfe von euch allen, von all denen, die sich vor dem Hassklima nicht beugen, die das Herz auf der Seite der Gerechtigkeit haben, von all denen, die menschlich bleiben wollen.

Unterschreibt diesen Appell mit einer Solinachricht an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. und verbreitet ihn auf facebook, auf euren Webseiten, in euren Besetzungen und Kollektiven, in eurer Nachbarschaft und bei eurer Arbeit. Wir fordern, dass die Gesichte von Ibrahim nicht einfach so in Vergessenheit gerät und die verantwortlichen Institutionen zur Rechenschaft gezogen werden. Wir akzeptieren nicht, dass Rassismus und Missstände im Gesundheitssystem weiterhin ungestraft Opfer produzieren!

Wahrheit und Gerechtigkeit für Ibrahim!

Wir sammeln Geld, um:
- die Kampagne „Wahrheit und Gerechtigkeit für Ibrahim“ voranzutreiben;
- um die Anwaltskosten zu decken;
- um Ibrahims Sarg nach Gambia zu fliegen;
- um Ibrahims Familie zu unterstützen.

Bankverbindung:
Verein "TERRA TERRA", Via Matteo Renato Imbriani 218, 80136 Napoli
Banca Etica, IBAN: IT30B0359901899050188532427, SWIFT: CCRTIT2TXXX
Zweck: Verità e giustizia per Ibra

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